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PRESSEMITTEILUNG vom 11. Mai 2009

11. Mai 2009

RGM Gebäudemanagement GmbH und CRE Resolution GmbH gründen mit weiteren Partnern German Work-Out Platform

11. Mai 2009 - Immobiliendienstleister bieten modulare Bausteine zur Optimierung notleidender Immobilienportfolios an. Die globale Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise hat auf dem deutschen Immobilienmarkt deutliche Spuren hinterlassen. Sinkende Mieten, Mietausfälle und begrenzte Refinanzierungen haben die Zahl notleidender Kredite für Immobilienportfolios sprunghaft steigen lassen. Damit hat der Bedarf an Gebäudemanagement deutlich zugenommen.

"In einer Zeit, in der Finanzinvestoren ihre Business- und Tilgungspläne deutlich nach unten korrigieren müssen, rückt - im Rahmen des Immobilienmanagements - das Outsourcing der Bewirtschaftung großer Immobilienportfolios in den Fokus der Investoren", konstatiert Fritz-Klaus Lange, geschäftsführender Gesellschafter der RGM Gebäudemanagement GmbH, Dortmund, auf einer Pressekonferenz in Frankfurt/M.

Um auf die Erfordernisse des Marktes adäquat reagieren und notleidende Immobilienportfolios optimal aus einer Hand managen zu können, hat  RGM gemeinsam mit der CRE Resolution GmbH, Köln, und weiteren renommierten Partnern die "German Work-Out Platform" gegründet. "Diese maßgeschneiderte Work-Out Platform bündelt die Kompetenz von Partnern mit kaufmännischer, steuerlicher, rechtlicher sowie finanzmarktrelevanter Expertise", erläutert Lange. "Daneben profitieren die Kunden vom Know-how der CRE Resolution in den Bereichen Asset Management und Projektentwicklung, sowie unter anderem von der langjährigen Erfahrung der RGM beim technischen Facility Management und dem kaufmännischen Property Management.

"Die durch die German Work-Out Platform verbundenen Unternehmen bieten ihren Auftraggebern einen ganzheitlichen Managementansatz, bei dem sie aus einem umfassenden Dienstleistungsangebot die für ihre Immobilien bzw. Portfolien relevanten Bausteine auswählen können. Sie haben damit die Möglichkeit, den für sie idealen Mix aus Dienstleistungen zusammenzustellen, um auf die aktuell notwendigen Anforderungen der Immobilie zu reagieren.", ergänzt Michael Kunz, Geschäftsführer der CRE Resolution.

"Die German Work-Out Platform schnürt für Banken oder Finanzinvestoren, die unfreiwillig zu Bestandshaltern geworden sind und deren Immobilienbestände aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage ein besonderes Krisenmanagement benötigen, intelligente Dienstleistungspakete. Dazu setzt die Plattform mit ihren Partnern spezielle Strategien ein, mit denen selbst schwierige Immobilienportfolios gemanagt und optimiert werden können", ergänzt der Firmenchef. Das reiche von der Erarbeitung eines operativen Bewirtschaftungskonzepts über die Projektentwicklung und Vermietung bis hin zu Loan Servicing. "Unser Ziel ist es, Notverkäufe, drohenden Abschreibungsbedarf oder - schlimmer noch - eine Insolvenz zu verhindern", betont Kunz. Ziel sei es, den Cash Flow eines Portofolios oder einzelner Immobilien zu stabilisieren und ggfs. zu erhöhen, ihren Wert nachhaltig zu steigern und somit die Möglichkeit eines Exits zu gewährleisten.

Handlungsoptionen, den Cash Flow zu sichern, gebe es viele. Als ein Beispiel nennt der RGM-Chef die Nebenkostenabrechnungen. Diese würden in der Regel erst mit einer Verzögerung von einem Jahr erstellt. Durch den Einsatz verschiedener Tools der RGM würde die Abrechung auf den 30.6. oder spätestens 30.9. vorgezogen und die Nebenkostenvorauszahlungen der Mieter somit ebenfalls früher angepasst. Die Mietvertragsverwaltung, die Mieterbetreuung, das Forderungsmanagement und die Objektbuchhaltung müssten darüber hinaus auf potenzielle Optimierungsmöglichkeiten hin abgeklopft werden, so Lange weiter.

Mit der Finanzkrise hat sich zudem der Schwerpunkt des Gebäudemanagements fundamental geändert. Lag der Bedarf der Eigentümer in den vergangenen Jahren vor allem im Transaktionsmanagement, so sei dieser Markt fast vollkommen zum Erliegen gekommen. "Derzeit liegt der Fokus viel stärker im operativen Bereich", berichtet der RGM-Chef. Er gehe davon aus, dass in den kommenden Jahren zahlreiche Investoren keine Anschlussfinanzierungen mehr bekommen. Folge: Große Portfolios, die an die Work-Out Abteilungen der Banken fallen, müssten professionell und kurzfristig betreut werden.
 
Der Hintergrund: Internationale Investoren haben in den vergangenen Jahren Wohn-, Gewerbe-, aber auch Industrieimmobilien mit hohem Fremdkapitaleinsatz in der Hoffnung finanziert, sie schnell mit Gewinn weiterzuveräußern. Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise geht diese Rechnung nicht mehr auf. Aufgrund der aktuell schwierigen Verkaufsmöglichkeiten werden Banken und Finanzinvestoren unfreiwilligen zu Bestandshaltern, deren vorrangiges Ziel nun die Bedienung des  Kapitaldienstes aus dem laufenden Cash Flow sein muss.

Dafür fehlen den meisten dieser "unfreiwilligen Bestandshalter" jedoch das Know how, die Mittel oder geschultes Personal. "Wer soll etwa laufende Mietverträge anpassen, Mietsteigerungen oder Forderungen durchsetzen, die technischen Anlagen pflegen, Leerstände abbauen und Instandhaltungskosten optimieren?", fragt Lange. Kein internationaler Investor, keine Bank oder Fonds- und Beteiligungsgesellschaft könne das technische und kaufmännische Immobilienmanagement, die Bewertung und die Vermarktung in der Gesamtheit selbst übernehmen. "Der Outsourcing-Prozess der vergangenen Jahre erhält durch die gestiegene Komplexität des veränderten wirtschaftlichen Umfeldes einen neuen Schub", ist Lange überzeugt. Gerade in Krisenzeiten liege die große Kunst aber darin, den nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzen modernen Gebäudemanagements nachzuweisen. "Preisgetriebene Dienstleistungen greifen da zu kurz", resümiert der RGM-Chef.

Die ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit komme vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzmarktkrise zusätzlich eine besondere Bedeutung zu. "Die Ursachen der Krise sehe ich im Wesentlichen in der fehlenden Nachhaltigkeit immobilienwirtschaftlicher Aktivitäten. Das beginnt mit der Vergabe von nicht werthaltigen Immobilienkrediten und fehlenden Risikomanagement-Systemen.", erläutert Lange. Der Gebäudemanager könne hier gegensteuern, indem nachhaltige immobilenwirtschaftliche Aktivitäten durch ein leistungsstarkes Facility- und Property Management unterstützt werden. Diese beinhalten eine strategische Budgetplanung, ein professionelles Energie-Management und eine Instandhaltungsstrategie mit Fokus auf einen langfristigen Werterhalt, Wertstabilität und nachhaltige Senkung der Lebenszykluskosten.

Der Anspruch an eine Immobilie und deren Funktionalität ändere sich im Laufe ihres Lebenszyklus, da sich Umwelteinflüsse, Marktverhältnisse, der Stand der Technik und die Nutzeranforderungen laufend fortentwickeln. Aufgabe eines zeitgemäßen Facility und Property Managements sei es, diesen Änderungsprozess aufzunehmen und - im Rahmen der Objektbewirtschaftung - entsprechende Optimierungs- und Anpassungsmaßnahmen durchzuführen. Ziel sei es, den wirtschaftlichen Nutzen und die Nutzbarkeit einer Immobilie nachhaltig zu bewahren und der Zeit anzupassen. Dies, so der RGM-Chef, sei eine neue Herausforderung für die Zukunft.
Die Eigentümerstrukturen in der Immobilienwirtschaft werden sich nachhaltig verändern mit dem Resultat, dass Banken unfreiwillig zu den größten Bestandshaltern aufsteigen. Die Auswirkungen sind am deutschen Immobilienmarkt noch nicht abzusehen, aber mit der German Work-Out Platform  können Banken und Finanzinvestoren eine schnell greifende Rundumlösung abrufen, die zum Erhalt der Werthaltigkeit ihrer Immobilienbestände beitragen kann.

Die RGM Holding GmbH, Dortmund, ist eines der führenden konzernunabhängigen Immobilien-Dienstleistungsunternehmen in Deutschland mit den Schwerpunkten technisches, kaufmännisches und infrastrukturelles Property Management, Facility Management und Industrial Services. Im Jahr 2010 erwirtschafteten 1150 Mitarbeiter eine Gesamtleistung von 129,9 Mio. EUR.

Imagekampagne „FM – Die Möglichmacher“
Die RGM unterstützt die Initiative „FM – Die Möglichmacher“. Ihr Ziel ist es, das Leistungsspektrum eines professionellen Facility Managements (FM) zu kommunizieren und Nachwuchskräfte für eine FM-Karriere zu interessieren. Mitglieder der Initiative sind füh- rende deutsche Facility Management-Unternehmen und der Branchen-Verband GEFMA.

Pressekontakt:

Nils Lueken
Leitung ZB Corporate Development

RGM
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Fax: +49 231 98 70 87-726
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E-Mail: nils.lueken@rgm.de

Dr. Karina Krüger-Junghanns
Pressesprecherin

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